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17.10.09

 

Effektiv Feeds lesen

Das Thema habe ich im Weekly Thema schon einmal angesprochen und seit diesem Beitrag hat sich nun schon einiges verändert, was mich dazu bewegte, erneut einen Artikel über das effektive Lesen von Feeds (Was ist ein Feed?) zu schreiben. Dabei packe ich altbewährtes wieder aus und zeige euch Neues.

Die Blogszene ist manchmal schon wie eine eigene Welt. Doch davon abgesehen ist etwas eigentlich immer so: Wer bloggt, liest auch Blogs. Und da stellt sich dann schnell die Frage, wie man möglichst effektiv Blogfeeds importiert und diese Blogs dann auch liest. Damit dies möglichst effektiv geschieht, soll natürlich nichts mehrmals (ungewollt) gelesen werden und zentral organisiert sein, denn man liest die Blogs meist nicht nur mit einem Gerät, sondern mit mehreren oder auch mobil.
Schaut man sich diese Bedingungen an, scheint es die perfekte Lösung dafür schon zu geben: der Google Reader.

Schon wieder Google?
Man sucht über Google, man hat vielleicht seine Emailadresse bei Google, seinen Kalender synchronisiert man bei Google, Dokumente organisiert man über Google und auch sonst ist man fleissiger Google-Nutzer. Da kommt bei einigen wieder das Bedenken wegen Datensammlung von Google auf. Wer hier also zu viel Bedenken hat, sollte sich vielleicht eine andere Lösung suchen, auch wenn ich persönlich kein Problem sehe. Google ist in diesem Fall einfach die beste Lösung.

Was macht den Google Reader so speziell?

  • Die Benutzung ist gratis.
    Was so selbstverständlich klingt muss nicht unbedingt immer der Fall sein. Für einen solchen Service könnte man gutes Geld verlangen, bei Google ist die Sache gratis.
  • Einfaches Webinterface.
    Auch das ist ein Punkt, der sehr für den Google Reader spricht. Wenn man seine Feeds bei Google Reader eingetragen hat, kann man diese übersichtlich in Ordner organisieren und das Lesen der Artikel macht wirklich Spass, da alles sehr einfach und übersichtlich aufgebaut ist. Das Webinterface hat auch den Vorteil, dass man nicht auf Software, sondern nur auf einen Browser angewiesen ist. Zusätzliche Plugins sind nicht nötig.
  • Interaktion mit anderen Services und Programmen.
    Hier kommen wir zum spannenden Punkt, denn der Google Reader erlaubt externen Zugriff durch andere Programme. So kann man also einen Feedreader verwenden, seine Zugangsdaten von Google angeben und schon hat man alle seine Feeds, die dann mit dem Google Reader synchronisiert werden. Man muss sich keine Sorgen machen, die Übersicht zu verlieren, denn durch die Synchronisation ist ein Artikel als gelesen markiert, egal wie man ihn liest. Sei dies nun mit Software oder direkt übers Webinterface.

Eigentlich sind diese drei Punkte ausschlaggebend, warum ich den Service einfach sehr empfehlen kann. Zusätzlich zu diesen Punkten kommen natürlich noch viele weitere Funktionen, wie Facebook-Sharing, etc. hinzu, das im Webinterface direkt eingebaut wurde.

Wie kann man denn nun „effektiv Feeds lesen“?
Nun kommen wir zum eigentlichen Punkt dieses Artikels, denn in diesem Artikel möchte ich euch zwei Anwendungen vorstellen, die das effektive Lesen von Feeds ermöglichen. Die Programme sind gratis und sowohl für Mac als auch PC erhältlich. Und wie ich oben auch schon geschrieben habe, greife ich bei diesem Artikel auch auf Altbewährtes zurück.

NetNewsWire

Das edle Teil, das einem diesen Konfort ermöglicht, heisst NetNewsWire (für iPhone / Mac – für PC heisst das Programm FeedDemon).

NetNewsWire (iPhone)

Der grosse Vorteil dieser Anwendung, ist meiner Meinung nach dass man auch hier die Übersicht hat und schnell Blogeinträge lesen kann. Die Tatsache, dass das Programm seit neustem nicht mehr über die Server von newsgator läuft, sondern über Google Reader bringt einige Vorteile. So ist es meiner Meinung nach nun übersichtlicher als vorher, da man seine Feeds ja im Google Reader auch in Ordner organisieren kann. Ich selber habe einfach einen Ordner mit dem Namen Blogs gemacht, aber ich denke, dass ich die Ordnerfunktion auch bald nutzen werde, da es langsam immer mehr Feeds werden, die ich lese.

Flüssiger Ablauf. Eine Beschreibung, die praktisch perfekt auf NetNewsWire passt. Es macht richtig Spass, Feeds zu lesen, weil die Bedienung gut durchdacht ist und das Programm stabil und flüssig läuft. Was ich sehr zu schätzen weiss, ist die Funktion „Next unread“. Ich habe schon viele Feedreader fürs iPhone getestet und diese Funktion jeweils schmerzlichst vermisst. Wenn man diesen Button drückt, wird man automatisch zum nächsten, ungelesenen Artikel gebracht. D.h. Man muss nicht zuerst zurück in die Übersicht und dort den nächsten ungelesenen Artikel anwählen. Dies trägt einen grossen Teil zum flüssigen Ablauf und Lesefluss selber bei. Gerade dies zeigt mir, dass effektives Feedlesen unterwegs durchaus möglich ist. Und wie man sich das gewohnt ist, werden gelesene Artikel auf Google auch als gelesen markiert und man behält die Übersicht (ich merke gerade, dass ich dieses Wort schon etwas viel verwendet habe, auf jeden Fall stimmt das einfach).

Weitere Funktionen. Es gibt auch noch weitere Optionen, die der eine oder andere sicher zu schätzen weiss. Man kann den Artikel gleich per Mail versenden, auf Twitter posten (dabei wird der Link automatisch in eine tinyurl umgewandelt und man kann zusätzlichen Text eingeben), an Instapaper senden (ein Bookmarkservice) oder ganz einfach in Safari öffnen. Eine Funktion, die ich auch noch häufig verwende, ist den Artikel mit einem Stern zu versehen, wenn ich z.B. einen Youtube-Film eines Artikels auf dem Computer anschauen will und nicht auf dem iPhone. So kann man einen Artikel einfach markieren und später unter „Starred Items“ wiederfinden und lesen.

FeedDemon (PC) / NetNewsWire (Mac)

Bei der PC-Version hat sich hier nicht viel verändert, ausser dass die Synchronisation natürlich auch hier über den Google Reader geht, anstatt über die Server von newsgator.com. Ich habe das Programm bereits hier vorgestellt, den Bericht kann man also dort auch nochmals durchlesen. NetNewsWire für Mac wurde ebenfalls überarbeitet. Da ich leider keinen Mac besitze, konnte ich das Programm nicht testen. Wer die Desktopversionen von NetNewsWire nicht mag, der ist mit dem Webinterface von Google Reader übrigens auch sehr gut bedient. Für den Normalnutzer ist es vielleicht fast angenehmer, die Feeds gleich über den Browser zu lesen, da keine weiteren Programme installiert werden müssen und der Funktionsumfang auch so schon gross ist.

Fazit und Weiteres

Es ist ist (auch ohne Geld dafür zu investieren) möglich, effektiv Feeds zu lesen. Mit NetNewsWire und FeedDemon ist dies einfach gemacht und im Zusammenspiel mit Google Reader wurde das ganze noch besser gelöst. NetNewsWire fürs iPhone kann man übrigens auch in einer Pro-Version kaufen. Der Funktionsumfang ist genau gleich, aber wird im Unterschied zur normalen Version keine Werbung angezeigt. Die Werbung besteht aus einem kleinen Balken oben. Er stört eigentlich nicht sonderlich und wenn schon, dann lohnt es sich meiner Meinung nach einige Franken in die Proversion zu investieren. Ich bin jedenfalls sehr zufrieden mit der Anwendung und möchte mit dem Kauf eigentlich auch den Entwickler etwas unterstützen.

Screenshots

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